Inhalt des Dokuments
Forschung im Fachgebiet
Im Zentrum der Forschungsaktivitäten am Fachgebiet für Arbeits-, Ingenieur- und Organisationspsychologie steht ganz allgemein die Frage, wie die Arbeit von Menschen in komplexen technischen Systemen effizienter, sicherer und menschengerechter gestaltet werden kann. Dieser Frage wird auf verschiedenen Ebenen nachgegangen: Auf der Ebene einzelner Menschen und ihrer Probleme z.B. beim Umgang mit komplexen Systemen in Zuständen geistiger Erschöpfung oder Ermüdung, auf der Ebene von Teams, die gemeinsam ein komplexes System steuern und überwachen und sich dabei koordinieren und angemessen verständigen müssen, und schließlich auf der Ebene der Organisationen, die mit ihren Regeln und Strukturen Einfluss auf z.B. sicherheitskritisches Verhalten der Mitarbeiter haben. Die konkreten Forschungsschwerpunkte dabei sind:
Systemsicherheit
Ausgehend von einem umfassenden Human Factors-Verständnis beziehen die Arbeiten auf dem Gebiet der Systemsicherheit alle für die Sicherheit relevanten Faktoren in ihre Betrachtung mit ein, d.h. also Mensch, Technik, Organisation und Organisationsumwelt. Ein ganzheitlicher systemischer Theorierahmen und eine interdisziplinäre Orientierung ist für alle Vorhaben charakteristisch. Beispielhaft sollen hier zwei Themenschwerpunkte genannt werden: Organisationales Lernen und Sicherheitskultur. Ziele sind unter anderem die Weiterentwicklung von Methoden zur Analyse von Unfällen und Beinaheunfällen als Grundlage für das Organisationale Lernen und die Entwicklung von Instrumenten zur Diagnose der Sicherheitskultur in Organisationen sowie die Analyse fördernder und hemmender Bedingungen für die Verbesserung einer Sicherheitskultur.
Probleme individueller und kooperativer Arbeit in Mensch-Maschine Systemen
Untersuchungsgegenstände auf dem Gebiet individueller und kooperativer Arbeit in Mensch-Maschine Systemen beziehen sich auf verschiedene psychologische Aspekte bei der Gestaltung und Überwachung von technischen Systemen. Beispiele dafür sind Auswirkungen eines übersteigerten Vertrauens in die Zuverlässigkeit automatisierter Systeme (complacency), nachteilige Effekte von Automatisierung auf die Fähigkeit des Operateurs, sich ein korrektes Bild über den Systemzustand verschaffen zu können (situation awareness) und das System bei Störungen manuell zu steuern (out-of-the-loop-unfamiliarity), die Kommunikation und Koordination in operationellen Teams sowie die Auswirkung von Belastungsfaktoren (z.B. Ermüdung, Zeitdruck) auf die menschliche Steuerungs- und Überwachungsleistung in Mensch-Maschine Systemen.
Luft- und Raumfahrtpsychologie
- coming soon -

